Freundeskreis Krumhuk





Verein zur Förderung der landwirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Namibia
Home/Landbauschule (ATCK)/Bericht Dezember 2009

Liebe Freunde und interessierte Menschen des ATCK,

seit nunmehr einem Jahr sind wir an diesem Platz taetig. Im Oktober 2008 haben wir mit den Renovierungsarbeiten begonnen, seit Februar 2009 laeuft der Betrieb am Agricultural Training Centre Krumhuk. Die Zeit verging wie im Fluge und manchmal wundern wir uns selbst, wieviel in dieser Zeit bewegt wurde. Die Gebaeude glaenzen in starken Farben und bilden die Huelle fuer alles, was hier geschieht. Lediglich die Werkstatt ist von Innen noch nicht ganz fertig, aber dies wird bis zur Weihnachtspause noch erledigt sein. Fuer alle diese Investitionen haben wir Hilfe bekommen. Das Bundesministerium fuer Zusammenarbeit (BMZ) hat viel Geld zur Verfuegung gestellt, „Ein Herz fuer Kinder“ beteiligte sich ebenfalls mit einer grossen Spende am Aufbau der Einrichtung und ein Spender aus Amerika half uns die laufenden Kosten zu stemmen. Dazu kamen noch kleinere und groessere Einzelspenden, die uns den Aufbau im ersten Jahr ermoeglichten. Herzlichen Dank an alle, die den Sinn unseres Tuns erkannt haben und uns geholfen haben!

Das ATCK gibt jungen namibischen Menschen die Moeglichkeit, sich fuer das Farming auszubilden. Praktisch und theoretisch erlernen die Trainees eine gute landwirtschaftliche Praxis. Unsere Einrichtung bietet die Moeglichkeit durch eine kleine und bescheidene Haltung von 3 Milchkuehen und 9 Ochsen vor Ort die Haltung der Tiere, das Melken und die Verarbeitung der Milch in Quark und Joghurt zu erlernen, einen Gemueseanbau kennen zu lernen und darin praktische Erfahrungen zu machen.

Die Lernenden sind begeistert von dem, was sie hier erfahren koennen und zeigen sich sehr motiviert. Unser erster Kurs macht einfach mit und hat ebenso mit dazu beigetragen, wie sich der Platz heute zeigt. Diese Menschen haben erfasst, dass sich mit der Hilfe des ATCK viele Moeglichkeiten fuer ihre Zukunft ergeben koennen. Sie werden sicher das Erlernte anwenden und damit einen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes leisten koennen.

Unser Kurs ist in zwei Bereiche gegliedert. Es gibt den landwirtschaftlichen Teil, wir nenen es die Aussenwirtschaft und beinhaltet das Farming und den Teil der laendlichen Hauswirtschaft. Im letzteren Kurs wird neben dem Kochen auch das Fuehren eines kleinen Gaestebetriebs erlernt, sowie auch die Pflege des kleinen Kindes, Altenpflege und natuerlich alles, was im weitesten Sinne mit Haushaltungsfuehrung zu tun hat. Vier junge Damen sind in diesem Jahr darin taetig. Fuer das kommende Jahr gibt es auch Anmeldungen von jungen Herren in diesem Teil der Ausbildung.

Als flankierende Massnahmen zur Ausbildung der Persoenlichkeiten in unserer Ausbildung wird gemeinsames Chorsingen, Theaterworkshops und Eurythmie angeboten. Die Erfolge aus diesen regelmaessig stattfindenden Kursen ist verblueffend und zeigt, wie wichtig und sinnvoll diese Arbeit ist.
Unser kleiner Verein, der diesen Betrieb fuehrt ist auch der Kernkreis an unterrichtetenden Farmern. Der Lehrplan wurde erstellt fuer beide Teile der Ausbildung und ein grosser Teil des Unterrichts wurde aus diesem Kreis gestemmt. Aber wir finden dennoch immer wieder neue Farmer, die hier unterrichten wollen, so dass sich der Kreis an Menschen, die sich interessieren und taetig werden staendig vergroessert.
Das macht Mut in die Zukunft zu blicken und Weiteres zu planen.
Fuer das naechste Jahr haben wir entschieden, einen grossen Teil der praktischen Ausbildung noch intensiver in die Notwendigkeiten der Farm Krumhuk zu integrieren, so dass die Farm ebenso immer staerker zum Ausbildungsbetrieb wird. Das ist ein wunderbarer Entschluss, da wir dadurch noch besser in die praktische Ausbildung hereinwachsen koennen und das was zu erlernen ist, immer dem taeglichen Leben auf der Farm entspricht.
Finanziell konnten wir das erste Jahr gut ueberstehen, doch auf diesem Gebiet stehen uns noch grosse Aufgaben bevor. Bisher ist es uns gelungen, das NTA (Namibian Training Authority) auf uns aufmerksam zu machen. Diese halb private Einrichtung ist durch den Staat beauftragt, alle Ausbildungen, die zu praktischen Faehigkeiten fuehren zu organisieren und ggf. auch finanziell zu unterstuetzen. Mit den Menschen dort sind wir einen sehr guten Arbeitskontakt gekommen und es wird wohl gelingen dadurch zu einer staatlichen Unterstuetzung zu kommen. Die Hoehe der Unterstuetzung ist noch offen, aber es wird weiter daran gearbeitet. Auch staatliche Zuwendungen zum Internatsbereich werden zur Zeit geprueft und hoffentlich dann auch gewaehrt werden. Darueber hinaus arbeiten wir daran, einen Kioskbetrieb zu beginnen, in welchem wir unsere eigenen Produkte vermarkten wollen, aber auch andere Waren, die hier vor Ort gebraucht werden verkaufen. Auch an Kaffee und Kuchen fuer Vorbeireisende ist gedacht. Diese Einnahmen sind fuer uns sehr wichtig, weil sie auch zu einem Bestandteil des ganzen Ausbildungskonzepts gehoeren koennen.

Der Bau des Kiosks in Hoehe von ca. N$ 40.000,00 muss aber auch erst einmal finanziert werden. Bei erwarteten N$ 4.000,00/Monat wuerde sich das Ganze aber schon lohnen. Eine weitere Einnahme koennen wir selbst erarbeiten, indem wir fuer ander Kurse unsere Raeumlichkeiten vermieten. Auf diese Weise haben wir durch Catering und Vermietung bereits in diesem Jahr N$ 14.000,00 eingenommen.
Es gibt also schon Ideen und auch Erfahrungen, wie wir uns selbst helfen, aber dennoch bleiben wir auf Spenden angewiesen.
Dabei wollen wir vor allem die Moeglichkeit von Stipendien anbieten. Bei Kosten pro Student von rund N$ 3.000,00 pro Monat(ca. 300,00 Euro) koennten Einzelstipendien oder Teilstipendien vergeben werden, bei welchen ein persoenlicher Kontakt zwischen Stipendiaten und Gebern von Stipendien aufgebaut werden koennte, der die Motivation des Einzelnen staerken wuerde und auch dem Geber deutlich machen wuerde, wie die Mittel, die er gibt, sinnvoll genutzt werden. Wir freuen uns ueber jede Spende und moechten ganz bescheiden diese auch erbitten, um unsere Arbeit fuer dieses Land und seine Menschen fortsetzen zu koennen.
Wir erwarten im Februar unseren 2. Kurs und schauen sehr zuversichtlich in die Zukunft. Bitte helfen Sie uns, die Ziele zu verfolgen und umzusetzen.

Mit freundlichen Gruessen

Ihr A. Fellner

Bericht_Weihnachten_2009.pdf

Bericht als PDF-Dokument mit Fotos und Spenderliste

Impressum | Satzung